Goesmann, Thomas – Ein Ansatz zur Unterstuetzung wissensintensiver Prozesse
Samstag, 30. Juni 2007 17:57
Workflow-Management-Systeme (WFMS) sind Softwaresysteme, die anhand eines definierten Prozessmodells die Bearbeitung von Aufgaben durch Personen, die bestimmte Rollen innehaben oder bestimmten Organisationseinheiten zugeordnet sind, unter Bereitstellung der relevanten Informationsobjekte unterstuetzen. Obwohl WFMS in den 90er Jahren sowohl in der wissenschaftlichen Diskussion als auch im unternehmerischen Umfeld als Zukunftstechnologie fuer die informationstechnische Unterstuetzung von Geschaeftsprozessen angesehen wurden, konnten diese Ansprueche bisher nur in geringem Masse gehalten werden: Die neue Technologie wurde zwar in den Unternehmen interessiert aufgenommen, Projekte nennenswerter Groessenordnung wurden aber nur in vergleichsweise geringem Ausmass durchgefuehrt. Darueber hinaus haben in der Vergangenheit eine Reihe von Workflow-Management-Projekten durch negative Erfahrungen von sich Reden gemacht, die zu einer weiteren Verunsicherung von potentiellen Anwendern fuehrten.
Einer der Hauptgruende fuer die bisher mangelnde Akzeptanz von WFMS liegt in der eingeschraenkten Klasse von Prozessen, die die ueberwiegende Anzahl kommerzieller WFMS unterstuetzen koennen: Das Prinzip des Workflow Managements liegt in einer Unterstuetzung von standardisierten, moeglichst fuer jeden Fall gleich durchzufuehrenden Prozessen, die durch ein Prozessmodell festgelegt werden. Die unternehmerische Praxis zeigt jedoch, dass diese stark strukturierten Prozesse zwar in bestimmten Bereichen und Branchen existieren, oftmals aber weitergehende Anforderungen an eine flexible Ausfuehrung und kontextbezogene Wissensbzw. Informationsversorgung der Prozessbearbeiter bestehen, als diese von heutiger Workflow- Management-Technologie umgesetzt werden koennen
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Thema: eBook Ratgeber | Kommentare (0) | Autor: oberst